Akkreditierungen für Medienschaffende sind zu richten an:
Hugo Wolf
Bächlerstrasse 42
8046 Zürich
Mobil: 079 508 03 69
E-Mail: woge88@bluewin.ch
(hwz) Von der 15. Durchführung des beliebten Kilchberger-Schwinget trennen uns nur noch wenige Wochen. Schon seit Monaten sorgt das Highlight der diesjährigen Saison bei vielen Schwingerfreunden für hitzige Diskussionen. Das Hauptthema; der mögliche Festsieger. Die aufwändigen OK-Arbeiten laufen planmässig und kommen in Zusammenarbeit aller Ressorts in die Endphase. Grosse Erneuerungen, gegenüber den früheren Durchführungen stellen vor allem die beiden Festzelte und die modernen Sitzplatztribünen dar. Durch den Aufbau des grossen Festzeltes mit 4'000 Sitzplätzen auf der Wiese Seite Uetliberg, kann erstmals durch das OK ein feines Mittagessen mit Dessert zum bescheidenen Preis von Fr. 20.00 angeboten werden. Das kleinere Festzelt mit rund 1'000 Personen wird hinter der seeseitigen Tribüne im Bereiche der Pferdestallungen aufgebaut und bietet den Festbesuchern während der Mittagspause ein willkommener Treffpunkt. Rund um die Arena werden bei den Verpflegungsständen verschiedene Esswaren und ein reichhaltiges Getränkesortiment angeboten. Das grosse Festzelt kann ab 10:00 Uhr nur noch mit der Bankettkarte für das Mittagessen betreten werden. Das gesamte OK bemüht sich in allen Bereichen, den Aktiven, allen Gästen und den vielen Schwingerfreunden bei schönstem Wetter einen ganz besonderen Anlass mit spannenden Zweikämpfen und einem würdigen Sieger präsentieren zu können.
Muni „Silvio“ wartet auf den Sieger
Der prächtige Muni für den Sieger befindet sich im Kuhstall des
Gutsbetriebes „Uf Stocken“ in Kilchberg. Das stattliche Tier mit
bestem Leistungsausweis stammt aus dem eigenen Viehbestand des
Gutsbetriebes und fühlt sich in seinem gewohnten Umfeld sehr
wohl.
![]() |
||
| Siegerpreis: Muni
"Silvio", geb. 07.12.2006 Züchter: Gutsbetrieb "Uf Stocken", 8802 Kilchberg Spender: Dr. Peter Conzett, 9453 Eichberg, Präsident Stiftung Huber Fond |
Die jetzige Ausgangslage für den möglichen Festsieg unter
den 60 am Start stehenden Aktiven, ist nach wie vor offen. Nach
dem unerwarteten Verletzungspech und ausscheiden des dreifachen
Schwingerkönigs und Sieger beim Kilchberger-Schwinget 2002, Jörg
Abderhalden, liegt bei der Elite der Spitzenschwinger eine
völlig veränderte Situation mit mehreren Favoriten für den
Festsieg vor. Wird auch der diesjährige Kilchberg-Sieger bei den
Ostschweizern bleiben, oder geht der Sieg nach 18 Jahren wieder
an die Innerschweizer, als Eugen Hasler (Galgenen) 1990
siegreich war. Das junge Team der Nordwestschweizer könnte sich
überraschend zur Spitze vordrängen. Auch die starke Berner-Elite
möchte den Kilchbergersieg nach 1996 mit dem damaligen Sieger,
Niklaus Gasser (Belp) wieder in ihren eigenen Reihen holen. Es
ist kaum zu erwarten, dass ein Aussenseiter in die Siegerliste
aufgenommen werden könnte. Das Feld ist zu stark, und lässt eine
solche Überraschung kaum zu.
Gemäss Festlegung des Vorstandes vom Eidg. Schwingerverband
werden die 60 Teilnehmer wie folgt auf die fünf Teilverbänden
aufgeteilt:
Berner Kantonalverband 12, Innerschweizer Verband 18,
Nordostschweizer Verband 15, Nordwestschweizer Verband 8,
Südwestschweizer Verband 5 und Schwingklub Zürich 2. Die
Selektion bei den Teilverbänden haben noch nicht alle statt
gefunden.
Noch vier weitere Lebendpreise
Das Gabenkomitee ist in der glücklichen Lage nebst dem
Siegermuni „Silvio“ noch drei Rinder und ein Fohlen den
Gewinnern und den zahlreichen Festbesuchern präsentieren zu
dürfen. Die herrlichen und wertvollen Lebendpreise warten bei
tiergerechter Pflege und vorzüglicher Haltung bei den Züchtern
auf die Gewinner.
Der Siegermuni „Silvio“ gehört der Schweizer Braunviehrasse mit
Brown-Swiss-Kreuzung an. Die drei kräftigen Rinder mit
vorzüglicher Abstammung kommen aus dem Betrieb des bekannten
Züchters, Arnold Risi von Galgenen-Siebnen. Die weidegewohnten
Tiere gehören der Schweizer Braunviehrasse an. Das trollige
Freiberger Fohlen stammt aus der bekannten Pferdezucht von
Werner Suter in Giffers FR und weist eine ausgezeichnete Abstammung
auf. Sämtliche Tiere können beim Fest aus nächster Nähe bestaunt
werden.
![]() |
![]() |
|
| Rind "Emmi",
geb. 31.07.2006 (trächtig) Züchter: Arnold Risi, 8854 Galgenen Spender: Genossenschaft Migros, Zürich |
Rind "Hirsch",
geb.05.09.2006 (trächtig) Züchter: Arnold Risi, 8854 Galgenen Spender: Christiane Leister, 6060 Sarnen |
![]() |
![]() |
|
| Rind "Evelin",
geb. 17.07.2006 (trächtig) Züchter: Arnold Risi, 8854 Galgenen Spender: Schwingerfreunde Restaurant Waldgarten, 8057 Zürich |
Fohlen "Amedie",
geb. 23.03.2008 Züchter: Werner Suter, 1735 Giffers Spender: Politische Gemeinde, 8802 Kilchberg |
Allgemeine Informationen
Damit das OK allen Vorstellungen gerecht werden und den
Bedürfnissen der vielen Festbesucher entsprechen kann, braucht
es noch eine stattliche Anzahl einsatzfreudige Helferinnen und
Helfer vor allem im Bereiche der Festwirtschaft.
Mit dem Aufbau der Arena wird am Montag, 25. August 2008, ab
0800 Uhr, gestartet. Auch in den nachfolgenden Tagen wird ab
0800 Uhr gearbeitet. Freiwillige Helfer werden gebeten sich bis
spätestens um 0900 Uhr in der Arbeitseinsatzliste einzutragen.
Über alle weiteren Einsätze gibt Ihnen unser Personalchef Roland
Zürcher, gerne Auskunft unter der Telefonnummer 052 368 71 70.
Eintrittsbillette
Dem OK ist längstens bekannt, dass für die vielen
Schwingerfreunde stets zuwenig Eintrittsbillette vorhanden sind.
Der entsprechende Ausbau der Steh- und Sitzplatztribünen kann
aus verschiedenen Gründen nicht erweitert werden.
Es können keine Eintrittsbillette gekauft werden. Bei den vielen
Zuschauern handelt es sich ausschliesslich um geladene Gäste. Es
ist sinnlos ohne Billett nach Kilchberg zu kommen, mit der
möglichen Hoffnung noch vor dem Wettkampfbeginn in den Besitz
eines gültigen Eintritt-Billettes zu gelangen.
(hwz) Bald ist es soweit, und dazwischen liegen nur noch wenige Tage, wenn die vielen treuen Schwingerfreunde und Gäste beim Kilchberger Schwinget in den Genuss eines sehr wertvollen und optisch eindrücklich präsentierten Gabentempel kommen werden. Das Gabenkomitee ist in der glücklichen Lage und wird nebst den fünf Lebendpreisen eine Vielfalt von überaus schönen und wertvollen Gaben für die 60 Aktivschwinger präsentieren dürfen. Als kleine Kostprobe dürfen wir die sehr wertvolle Treichel als Ehrengabe der Stadt Zürich vorzeigen. Nebst weiteren wunderbaren Gaben präsentiert sich das „Dreier-Glüt“, bestehend aus drei tonlich abgestimmten Treicheln mit ihren herrlich bestickten Blumen auf dem Lederriemen. Spender dieser herrlichen Ehrengabe ist die Firma Sika AG in Zürich. Mehr verraten möchte das Gabenkomitee nicht und ein Besuch bei der Gabenausstellung ab Samstag, 06. September wird sich jederzeit lohnen.
|
|
![]() |
|
| Ehrengabe der Firma Sika AG, Zürich | Ehrengabe der Stadt Zürich |
(hwz) Im Hinblick auf den bevorstehenden Kilchberger-Schwinget vom 07. Sept. 2008 wird in Verbindung des beliebten "Stockengut"-Fests am Samstag, 23. August 2008, ca.Ehrengabe der Stadt Zürich 1330 - 1600 Uhr, ein Schauschwinget stattfinden. Die Buebe- und Jungschwinger vom Schwingklub Zürichsee linkes Ufer und vom Schwingklub Zürich, möchten dem sport- und schwingbegeisterten Festbesuchern den kameradschaftlichen Zweikampf im Sägemehl etwas näher bringen. Unter fachkundiger Führung der beiden Jungschwingerleiter werden Grundbegriffe, verschiedene Schwünge hautnah angewendet und erklärt. Selbst junge und begeisterte Jugendliche können in die Zwilchhosen steigen, erstmals den Duft vom Sägemehl schnuppern und ihr Können beim ersten Einsatz zeigen. Das OK vom "Stockengut"-Fest und die beiden Schwingklubs hoffen auf eine erfreuliche Beteiligung von interessiertenZuschauern.
Unter dem reichhaltigen Angebot der Festwirtschaft kann für das allgemeine Wohlbefinden der vielen Schwingerfreunde im grossen Fetzelt ein reichhaltiger Schwinger Zmorge à discretion mit Selbstbedienung bezogen werden. Zum bescheidenen Betrag von Fr. 12.00 kommen die Frühstücks-Liebhaber ab 0600 - 0900 Uhr in den Genuss einer vielseitigen und währschaften Morgenverpflegung. Wir wünschen guten Appetit und viel Spass beim "Schwinger Zmorge".
Zur Bereicherung der verschiedenen Verpflegungsmöglichkeiten bietet das OK Festwirtschaft den werten Festbesucher ein sehr bekömmliches Mittagessen im grossen Festzelt an. Mit der Bankettkarte von nur Fr. 20.00 sind Sie dabei und werden zusammen mit Ihren Schwingerfreunden das feine Mittagessen geniessen können. Das grosse Festzelt kann ab 1100 Uhr nur noch mit der Bankettkarte betreten werden.
Festmenü: Geräuchter Schweinebraten, Kartoffelgratin, Gemüse und Dessert (ohne Getränke).
Die Bankettkarten zu Fr. 20.00 können am Sonntagmorgen bei den Eingangskontrollstellen gekauft werden. Es wird um den frühzeitigen Kauf der Bankettkarten ersucht. Das OK wünscht zum voraus "en Guete" und viel Vergnügen.
Zusammentreffen der nationalen Elite
Eines ist gewiss: Jörg Abderhalden kann seinen vor sechs
Jahren gewonnenen Titel eines Kilchberg-Siegers in diesem
Jahr nicht verteidigen. Seine Schulterverletzung zwingt ihn
zu einer nicht geplanten Wettkampfpause. Er wäre als klarer
Favorit in den Sägemehlring gestiegen. Als sein Nachfolger
empfehlen sich eine ganze Reihe Athleten mit herausragenden
Saisonleistungen. Von den 20 Kranzfestsiegern des Jahren
2008 werden mit Ausnahme von Abderhalden alle am
Kilchberger-Schwinget dabei sein, vorausgesetzt, dass keiner
wegen Verletzung oder Krankheit verzichten muss.
Unter den 60 gemeldeten Schwingern befinden sich 42 Kilchberg-Neulinge. Für Roger Brügger, Hans-Peter Pellet und Toni Rettich wird es schon die dritte Kilchberg-Teilnahme sein. Stefan Fausch – sofern die auf der Schwägalp erlittene Verletzung einen Start erlaubt – greift nach 1996 zum zweiten Mal ins Geschehen ein, da er im Jahre 2002 vorübergehend keine Schwingfeste bestritt.
Routiniers und Jünglinge
Die altersmässige Spannweite ist recht gross. Es sind jedoch
Ausnahmetalente, die den aktiven Schwingsport bis weit über die
Grenze von 30 Jahren auf höchstem Niveau ausüben können. Zu
diesen zählen der bald 38-jährige Hans-Peter Pellet und der nur
ein Jahr jüngere Toni Rettich. Auf der andern Seite der
Altersskala steht Kilian Wenger, der in seiner zweiten
Wettkampfsaison als Aktiver schon seinen ersten Festsieg feiern
konnte. Bei seiner Geburt im Jahre 1990 war Hans-Peter Pellet
bereits im Rekrutenalter. Mit Jahrgang 1988 zählt auch Daniel
Bösch – seit einem Jahr Eidgenosse - zur hoffnungsvollen
Nachwuchsgeneration. Aber auch die 21- bis 23-jährigen Schwinger
gehören noch zur jüngeren Garde, obschon einige seit mehreren
Jahren das Geschehen auf den Schwingplätzen eindrucksvoll
mitgestalten. Zu dieser Gruppe gehören Christian Stucki,
Matthias Sempach, Matthias Glarner, Christian Schuler, Benno
Studer, Mario Thürig und Christoph Bieri.
Mehrfache Kranzfestsieger
In Abwesenheit von Jörg Abderhalden rücken die Sieger der
grossen Anlässe ins Rampenlicht. Keiner hat die Schwingsaison
2008 ohne Niederlage bewältigt – es gibt keinen Überflieger und
somit keinen Kronfavorit, aber mehrere Siegesanwärter. Der
Berner Christian Stucki hat mit sechs Saisonsiegen seine grosse
Klasse bestätigt. Nur einmal stand er nicht im Schlussgang –
ausgerechnet auf der Schwägalp beim letzten Kräftemessen vor
Kilchberg. Der König von Nyon 2001, Arnold Forrer, hat mit drei
Festsiegen seinen ungebrochenen Siegeswillen bekräftigt und
seine Aspiration auf weitere Grosstaten angekündigt. Dasselbe
gilt für seinen Verbandskamerad Stefan Fausch. Seine Routine und
seine Übersicht hat er nicht nur mit vier Festsiegen bewiesen,
auch die Erfolge über Jörg Abderhalden und Christian Stucki
geben ihm bestimmt grosses Vertrauen. Aus dem Innerschweizer
Verband gilt es Martin Grab zu beachten. Er hat nach mässigem
Saisonstart mächtig aufgedreht und liess sich sowohl auf dem
Brünig wie auf der Rigi zum Sieger ausrufen. War die Niederlage
in Pratteln gegen Christoph Bieri nur ein Ausrutscher? In
Kilchberg wird er von seinen Verbandskameraden Peter Imfeld und
den Brüdern Laimbacher Unterstützung erhalten, wobei der jüngere
Laimbacher, Philipp, ebenfalls zu den Siegesanwärtern zu zählen
ist. Lange ist es her seit die Nordwestschweiz bei einem
eidgenössischen Anlass den Sieger stellen konnte. Können ihre
Vertreter es diesmal ändern? Am ehesten wird dies dem dreifachen
Kranzfestsieger und Abderhalden-Bezwinger Bruno Gisler
zugetraut. Aber auch die Gegner von Mario Thürig müssen auf der
Hut sein. Kommt er zu seinem gefürchteten Wyberhaken – wie dies
in Möhlin bei Noldi Forrer der Fall war – dann ist er stets für
einen Husarenstreich gut. Wie seit Jahren zählen die
Südwestschweizer auf die bewährten, aber schon ältern Hans-Peter
Pellet und Stefan Zbinden. Beide haben in dieser Saison
Kranzfeste gewonnen, allerdings nicht immer bei besonders
starker Konkurrenz. Mit 38, bzw. mit 31 Jahren haben sie
offensichtlich ihren Zenith überschritten. Ein Südwestschweizer
als Kilchbergsieger wäre doch eine riesige, aber freudige
Überraschung.
Auf der Lauer
Wenn Siegesanwärter straucheln, sind schnell andere zur Stelle.
Im Kilchberger-Verbandsgebiet, der Nordostschweiz, warten Edi
Philipp, Andy Büsser oder Daniel Bösch auf solche Gelegenheiten.
Leider müssen die auf die Unterstützung von sechs verletzten
NOS-Eidgenossen, darunter Jörg Abderhalden und Urban Götte,
verzichten.
Die Innerschweizer haben mit Thomas Achermann und Thomas Arnold weitere Festsieger in ihren Reihen, aber auch Christian Schuler und Benno Studer als nachrückende junge Kräfte sorgen im Sägemehl für attraktiven Schwingsport. Schon manchem Favoriten sind sie zum Stolperstein geworden.
Nach den eindrücklichen Erfolgen auf der Schwägalp sind die Erwartungen in die Bernerequipe gestiegen. Thomas Sempach wird nach seinem Sieg endgültig das nötige Vertrauen nach seiner letztjährigen verletzungsbedingten Pause zurückgewonnen haben. Eine starke Saisonleistung weist Matthias Glarner auf. Neben seinem Sieg am Südwestschweizerischen Teilverbandsfest hat er sich sieben weitere Kränze aufsetzen lassen. Niederlagen haben Seltenheitswert. Auf Matthias Sempach ist stets Verlass. Wenn er zum Brienzer ansetzen kann, ist er unwiderstehlich. Dies hat schon mancher höher eingestufte Gegner erfahren müssen.
Die Nordwestschweizer haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Neben den erwähnten Siegesanwärtern gilt es die Eidgenossen Christoph Bieri, Guido Thürig, Damian Zurfluh und Thomas Zindel zu beachten. Jeder von ihnen ist in der Lage im rechten Moment die nötige Stärke aufzubringen, um gegen sogenannt höher eingestufte Schwinger zu bestehen.
Eidgenössischer Charakter
Die Tatsache, dass nur die 60 besten Schwinger des Landes am
Kilchberger teilnehmen können, verleiht dem Anlass zu Recht die
Auszeichnung „Fest mit eidgenössischem Charakter“. Für jeden
Schwinger ist es ein besonderes Erlebnis auf einem der zwei
Sägemehlringe vor 12'500 Zuschauerinnen und Zuschauern sein
Können zu zeigen. Nach einer meist erfolgreich verlaufenen
Saison gilt es zum Abschluss die erbrachten Leistungen zu
bestätigen. Für Spannung ist gesorgt, denn für einige der 60
Spitzenschwinger wird es wohl einmalig sein, dass sie in
Kilchberg dabei sein können. Das allein ist eine starke
Motivationsspritze. Die Zuschauenden freuen sich auf lebhafte,
angriffige und attraktive Begegnungen.
Fredi Reichen 27.08.2008
|
Forrer Arnold Stein NOS ** S |
Laimbacher Philipp Seewen ISV ** S |
|
Grab Martin Rothenthurm ISV **S |
Stucki Christian Ottiswil BE ** S |
|
Gisler Bruno Rumisberg NWS ** S |
Fausch Stefan Seewis NOS ** T |
|
Sempach Thomas Heimenschwand BE ** S |
Achermann Thomas Wolfenschiessen ISV ** S |
|
Laimbacher Adrian Steinerberg ISV ** S |
Zbinden Stefan Giffers SWS ** S |
|
Glarner Matthias Meiringen BE ** S |
Thürig Mario Möriken NWS ** S |
|
Imfeld Peter Lungern ISV ** S |
Dick Christian Koppigen BE ** S |
(hwz) Leider wurde auch die 15. Austragung des beliebten Kilchberger Schwinget vom Wetterpech verfolgt. Der unerwartete Dauerregen während der Nacht auf Sonntag sorgte für weiche Böden und für Wasserlachen rund um die beiden Sägemehlplätze. Die ausserge-wöhnliche Situation konnte die 60 zum Wettkampf angetretenen Schwinger nicht gross bei eindrucken. Es bestätigte sich erneut, denn das Schwingerpublikum lässt sich auch nicht durch Regenwetter einschüchtern. Bereits zum Wettkampfbeginn waren die vielen Sitz- und Stehplätze auf den Tribünen besetzt. Nur wenige suchten auf dem durchnässten Boden beim Aufgang zur Tribüne ihren nummerierten Sitzplatz in der Hoffnung, dass dieser noch fei ist.
Mit dem Liedervortrag „Das ist der Tag des Herrn“ gesungen durch das Jodler Sextettes TV Alte Sektion Zürich wurde bei Tagesanbruch der 15. Kilchberger Schwinget eröffnet. Nach dem Einzug der 60 Aktiven spielte auf dem Schwingplatz die Harmoniemusik Kilchberg unsere Nationalhymne und liessen bei Nieselregen das Publikum in Feststimmung bringen. Mit dem Appell der Aktjven und einigen Informationen durch den Eidg. Techn. Leiter Werner Jakob und dem Obmann des Eidg. Schwingerverbandes, Ernst Schläpfer, wurden kurz nach 0800 Uhr mit den spannenden Zweikämpfen auf den beiden Schwingplätzen gestartet. Während des Vormittages herrschte leichter Nieselregen und vor der Mittagspause lachten den vielen Zuschauern die ersten Sonnenstrahlen entgegen. Der sonnige Nachmittag bereicherte das Wettkampfgeschehen mit etlichen Überraschungen mit vielen zufriedenen Festbesucher.
Das OK unter der Leitung von Peter Hoff hatte gegenüber früheren Jahren die Infrastrukturen massiv verbessert. Trotz aufwendigen Bauarbeiten wurden konforme Tribüne für Sitzplätze. Festzelte für mehrere Tausend Personen aufgestellt und für den Festspeaker und das Rechnungsbüro wurden separate Bürocontainer bereitgestellt. Das vielseitige Angebot mit verschiedenen Verpflegungsmöglichkeiten wurden reichlich benützt und sorgte schliesslich für zufriedene Festbesucher.
Berner-Duell im Schlussgang
Die Berner gewannen erstmals seit 12 Jahren (Kilchberger Sieg
1996 durch Niklaus Gasser) wieder einen eidgenössischen Anlass.
Nach furiosem Vormittagspensum der gesamten Berner Delegation
setzten Leader Christian Stucki und der überraschend gut
disponierte Matthias Sempach ihren Siegeszug fort. Mit fünf
überlegenen Siegen führte Christian Stucki mit 50.00 Punkten und
leistete sich ein gutes Polster. Matthias Sempach stand als 22
jähriger mit 49.50 Punkten um einen halben Punkt im Rückstand
und hätte für den Festsieg gewinnen müssen. Bei strahlendem
Sonnenschein warteten die Zuschauer erwartungsvoll auf den
Schlussgang. Zu Beginn ging Christian Stucki sofort mit
Knietätsch in die Offensive und auch Matthias Sempach wirkte mit
seinen Flankenschwüngen sehr gefährlich. Nach 15 Minuten endete
das Duell ohne Resultat. Der 23 Jahre alte Christian Stucki, von
Beruf Forstwart, setzte nach einer tollen Saison mit dem
prestigeträchtigen Festsieg dem 15. Kilchberger Schwinget die
Krone auf. Als überlegender Festsieger durfte er den
Siegespreis, den Muni „Silvio“ in Empfang nehmen. Matthias
Sempach belegte verdienterweise den Ehrenplatz.
Schönschwingerpreis für Matthias Sempach
Eine ganz besondere Tradition ist beim beliebten Kilchberger
Schwinget die Abgabe des Schönschwingerpreises. Dieser wird
durch die Ehrenmitglieder des Eidg. Schwingerverbandes und die
Schwingerkönige bestimmt. Die Wahl fiel eindeutig auf Matthias
Sempach und wurde mit einem zusätzlichen Preis beehrt.
Herzliche Gratulation dem Sieger Christian Stucki und Matthias Sempach zur Auszeichnung des Schönschwingerpreises.